Kurzportrait
Kurzportrait
GEMEINDEWAPPEN:


Die Wappen und Fahnen der Gemeinde Mund haben eine wechselnde Geschichte. Die inzwischen wieder aufgefundene Fahne von 1826 wurde 1909 durch eine neue, im Burgerhaus vorhandene ersetzt. Sie stellt auf der einen Seite zwei Löwen dar, die mit gekreuzten Schwertern eine Krone über einen Drachen halten, zusammen mit einer Umschrift, welche auf die nur mündlich überlieferte Schlacht von 1212 gegen eindringende Berner und Unterwaldner im Baltschiedertal anspielt: DIGNA CORONA EST VEXC MEDY MONTIS ORIS 1212 SANGUINIS EFFUSI LIBERTAS (= Eine würige Krone ist das Banner des Mittelbergs Mund 1212 Freiheit durch vergossenes Blut). Auf der anderen Seite des Banners steht die Beschriftung "Gemeindefahne 1900" mit dem Walliser Wappen. Seit 1964 gilt folgendes Gemeindewappen: eine goldene Mitra in Rot, schräggekreuzt mit einem nach rechts gekrümmten silbernen Bischofsstab. Dieses Wappen nimmt Bezug auf ein altes Fähnchen, von dem gleich die Rede sein wird. Im Pfarrarchiv von Mund werden zwei historische Kostbarkeiten von nationaler Bedeutung aufbewahrt. Es handelt sich dabei um zwei rätselhafte so genannte "Munder Fähnlein", die von einer Schlacht aus dem Jahre 1212 im Baltschiedertal gegen die Berner und Unterwaldner herstammen sollen. Über das wirkliche Alter dieser Fähnlein rätseln sich die Fachleute. Nach Professor Louis Carlen, Brig, sind die Munder Fähnlein die ältesten im Wallis.
GESCHICHTE: Mund wird schriftlich erstmals 1259 erwähnt und war ein Bestandteil der Kirchgemeinde in Naters. Älter ist ein Wappen von Mund, das die Zahl 1212 trägt und an ein legendäres Gefecht mit Eindringlingen oberhalb Mund erinnert. Mund war zu dieser Zeit Teil der Grafschaft Wallis, die seit 999 dem Bischof von Sitten gehörte und meist Adeligen aus der Region als Lehen vergeben wurde.
1348 wird eine Kapelle in Mund errichtet, wahrscheinlich um die Toten der Pest zu begraben. 1727 trennt sich Mund von der Mutterpfarrei Naters, nachdem 1721 eine Kirche im barocken Stil anstelle der vormaligen Kirche gebaut worden war. 1962 bis 1964 wird die jetzige Kirche an der gleichen Stelle errichtet. Nur der Turm der ersten Kirche steht noch. 2006 wird die Kirche nach Renovierungsarbeiten wiedereröffnet.
Mund war seit 1355 Teil des Zehnden Naters. Ihre vom Adel unabhängige Stellung wird jedoch erst 1420 anerkannt.
1427 entstand die Gemeinde Mund durch Loskauf von den Herren von Raron, die durch Heirat die Herrschaft über Mund erhalten hatten. Aus dieser Zeit stammt auch der Zehntenstadel, in dem heute das Safran-Museum untergebracht ist.
BEVÖLKERUNG: 530 (Stand 01.01.2010)
FLÄCHE:
| Gesamtfläche | 5965 ha |
| Bestockte Flächen | 986 ha |
| Landwirtschaftliche Nutzflächen | 1040 ha |
| Siedlungsflächen | 37 ha |
| Unproduktive Flächen | 3920 ha |
HÖHE:
| Mund (Dorf) | 1200 m.ü.M |
| Salwald | 1606 m.ü.M |
| Brischeru | 2020 m.ü.M |
| Gärsthorn | 2927 m.ü.M |
WASSERLEITEN: Wasserfuhren aus dem Mundbach