Trägerschaft Wyssa-Stigwasser
Mit dem Bau des Wässerwasserstollens schien das Weiterbestehen der alten Suonen gefährdet. Doch weit gefehlt. Der Initiant des Tunnelbaus, Otto Schnydrig (*1940), hat die Ahnen nicht vergessen. So wurde am 7. Juni 1996 die Unterhaltsträgerschaft gegründet, welche die zwei Wasserleitungen Wyssa und Stigwasser mit reduzierter Wassermenge weiterführen soll. Der erste Vorstand setzte sich wie folgt zusammen: Romeo Hutter, Präsident, Astrid Pfammatter und Mario Schnydrig.
Die Trägerschaft gab sich denn auch am Gründungstag bereits Statuten mit 16 Artikeln. In Artikel 2 steht die Bestimmung wie folgt: „Die Genossenschaft bezweckt, den Unterhalt der beiden Wasserleitungen Wyssa und Stigwasser sicherzustellen, um so diese einmaligen Kulturdenkmäler zu erhalten und gleichzeitig die Erhaltung der Vegetation in diesem Gebiet zu gewährleisten.“ Damit werden die Austrocknung der rechten Talflanke des Gredetschtals und erhebliche ökologische Schäden vermieden. Der Betrieb und Unterhalt der Wasserleitungen Wyssa und Stigwasser nach herkömmlicher Art ist also Aufgabe der Unterhaltsträgerschaft (und nicht der Gemeinde).
Jeweils am letzten Mai-Samstag treffen sich die Mitglieder – es sind mittlerweile über 50 – zum „Gmeiwärch“. 1999 erstellte die Trägerschaft im „Jeluböümgartu“ einen Kännelzug mit einem Wasserhammer. Auf eindrückliche Weise wird so durch diese gewagte Konstruktion gezeigt, wie kostbar das Wasser unserer Ahnen war – und es uns auch heute noch ist.