Das goldene Gewürz von Mund
Mund ist der einzige Ort in der Schweiz, wo nach jahrhundertelanger Tradition heute noch das kostbare Gewürz des Safrans angepflanzt wird.
Der Safran wird im Orient schon seit mehr als 3500 Jahren kultiviert. Der „Crocus sativus“ wurde von den alten Kulturvölkern des Zweistromlandes zwischen Euphrat und Tigris hochgezüchtet. Die Urheimat des Safran lässt sich nicht mehr mit Sicherheit festlegen, wir sind hier auf Vermutungen angewiesen. Einige Autoren sehen den Ursprung im westlichen Himalaja-Gebiet, dem Hochland Kaschmir, wo noch heute Safran in grossen Mengen angebaut wird. Andere Autoren nehmen als Urheimat das iranische Hochland, Nordindien oder auch Afghanistan an.
Vom Osten her, kam der Safran schon früh nach Griechenland. Das berichtet uns erstmals Theophast (370 – 285 v. Chr.). Über Griechenland gelangte der Safran ins Römische Reich, wo er schon zur Zeit der römischen Kaiser angepflanzt wurde. Die Araber führten im 8. Jahrhundert in Spanien die Safrankulturen ein. Von Spanien über Frankreich gelangte der Safran in die Schweiz und vermutlich bereits im 14. Jahrhundert nach Mund.
Die Safranzunft bietet während dem ganzen Jahr Führungen und Diavorträge an. Kontaktperson ist Frau Paula Jeitziner (Tel. 027 923 50 08)