Safrananbau in Mund
Der Safran ist eine empfindliche Pflanze, die bei der Pflege viel Geduld, Liebe und ein gutes Quäntchen Idealismus erfordert. Beim Safrananbau stellt sich zualler erst die Frage nach der Bodenbeschaffenheit. Auf dem weit verzweigten Munder Safrananbaugebiet, insbesondere auf der Kummegge unterhalb des Dorfes Mund, wo der Safran blüht, ist der Boden feinsandig, leicht lehmig und locker, trocken und eher mager. Auf bindigem und feuchtem Boden gedeiht er nicht. Er verträgt weder starke Düngung noch Bewässerung.
In Mund hat man auf den Safranäckern eine Doppelernte: Safran und Roggen, was unseres Wissens nur hier vorkommt. Zwischen dem 10. und 20. September wird der Roggen gesät. Die Roggenernte erfolgt Ende Juli, Anfang August.
Etwa zwischen dem 10. und dem 30. August werden die Safranäcker mit der Breithaue bestellt. Die Zwiebeln liegen zirka 15 bis 20 cm tief im Land. Die Zwiebeln werden so hineingelegt, dass sie aufwärts stehen, damit sich ihr Röhrchen nicht erst unten wenden muss, um nach oben durch die Erde zu stossen. Die Zwiebeln bleiben über längere Zeit im Erdreich. Um einen besseren Blütentrieb anzuregen, werden die Zwiebeln von Zeit zu Zeit herausgenommen, um sie im Acker neu zu verteilen.