Safranernte
Die übliche Zeit der Ernte ist in Mund zwischen Mitte Oktober und Anfang November, die Hochernte ist zwischen dem 20. bis 30. Oktober. Recht viel Regen und laue Nebel im September sowie viel Sonne im Oktober begünstigen den Safranwuchs. Und nach einer alten Bauernregel beschleunigen helle Mondscheinnächte das Wachstum und Öffnen der Blüten.
Die Blüte einer einzigen Pflanze hält zwar nur wenige Tage, aber täglich öffnen neue Pflanzen ihre Kelche, so dass ein Roggenfeld zur Zeit der Ernte einem violetten Blumenbeet gleicht. Während dieser Zeit sollte es möglichst wenig regnen, da die Nässe in die Blüten eindringt und der Safran dadurch an Aroma verliert.
Beim Pflücken fasst man die Blüte am Stängel, drückt sie leicht nach unten und bricht sie ab. Später werden zu Hause die Narben aus den Blüten gezogen, was am gleichen Tag geschehen sollte. Die beste Qualität enthalten nur die oberen drei tiefroten Narbenschenkel, die das intensive Safranaroma und viele Heilstoffe enthalten. Die anschliessende Trocknung der Fäden erfolgt in einem schattigen, aber luftigen Raum. Damit das Aroma über längere Zeit erhalten bleibt, wird der Safran in einem dunkel gefärbten Fläschchen gut verschlossen aufbewahrt.